Spektakuläre Sehenswürdigkeiten, die weltweit ihresgleichen suchen (im folgenden Text zeige ich Euch, dass dies Realität ist und kein Marketing-Bla-Bla), ganzjährig tropische Temperaturen, einzigartige Unterkünfte im niedrigsten Preis-Segment sowie generell ein überaus günstiges Preisniveau – Guatemala eignet sich perfekt für Backpacker, die Lateinamerika näher erkunden wollen. Damit Ihr die besten Highlights & Geheimtipps vor Ort nicht verpasst, habe ich Euch nach mehreren Monaten im Land hier die wichtigsten Informationen und Reisetipps für Guatemala zusammengestellt.
Im zentralamerikanischen Land gibt es Unterkünfte in jedem Preisniveau. Für Backpacker in Guatemala gibt es günstige Betten ab im Schnitt knapp 10 Euro pro Nacht, vereinzelt auch bereits ab 6 Euro. Doch ich möchte Euch hier gar nicht mit allgemeinen Informationen langweilen, denn was dieses Land für Backpacker besonders macht, sind die teils einzigartigen und außergewöhnlichen Hostels in Guatemala, die ebenfalls schon für sehr wenig Geld buchbar sind. Im Folgenden möchte ich Euch einige Beispiele vorstellen, die Ihr unbedingt in Eure Guatemala-Reiseroute einplanen solltet:
Ein Hostel, von dem wir auch nach Jahren noch sprechen. „Free Cerveza“ heißt übersetzt „Freibier“ und der Name ist hier Programm. Jeden Tag vor dem Abendessen gibt es 1 Stunde Freibier und anschließend ein Family-Style-Dinner. Doch es ist bei weitem kein Party-Hostel, denn Punkt 22:00 schließt die Bar. Vielmehr erwarten Euch hier tolle Glamping-Zelte, viele einzigartige Aktivitäten und eine traumhafte Lage am Atitlan-See mit einzigartigen Ausblicken auf die Vulkane und den See.
Semuc Champey ist schon ein ganz spezieller Ort an sich, der vor allem bei Rucksackreisenden in Guatemala aufgrund der einzigartigen Natur beliebt ist. Das Utopia Eco-Hostel macht den Aufenthalt dort dann gleich noch wesentlich spezieller. Lage mitten in der Natur, hauseigene Jungle Trails, kostenfreies Yoga, eine ausgezeichnete vegetarische Küche sowie ein Outdoor-Fitnessstudio sind nur einige der Optionen, die Euch hier erwarten – vom spektakulären Ausblick auf die tropisch grüne Natur sowie vom offenen Gemeinschaftsbereich ganz zu schweigen.
Definitiv keine Adresse für Party-Backpacker in Guatemala, dafür aber für Reisende, die sich für bewusstes, entschleunigendes und nachhaltiges Reisen interessieren. Schwerpunkte hier sind der Einklang mit der Natur, vegetarisches Essen sowie Yoga-Aktivitäten. Gewohnt wird in einer Vielzahl von kreativen Unterkünften, darunter Zelte, Baumhäuser oder Hütten. Alles wird garniert von der entspannten Lage in der unberührten Natur sowie dem spektakulären Blick auf den Agua Vulkan.
Eines der besten Hotels, in denen ich je geschlafen habe. Historisches Ambiente, luxuriöse Betten, tägliche Zimmer- und Bett-Reinigung (!), inkludiertes Frühstück und zwei wunderschöne Innenhöfe – hier findet man alles, was das Premium-Hostel-Herz begehrt. Wer es aktiver möchte, schaut im ebenso komfortablen, aber wesentlich hipperen Maya Papaya vorbei, alternativ ist auch das Adra Hostel in Antigua eine der besten Adressen seit Jahren. Antigua bietet für Jeden etwas.
Apropos Antigua – werfen wir doch gleich direkt einen Blick auf die Sehenswürdigkeiten in Guatemala, damit Ihr wisst, was Ihr für Eure Backpacking-Reise erwarten könnt. Auch hier möchte ich nicht eine endlose lange Liste aufzählen, sondern vielmehr einige spezielle Dinge herausstellen, die eine Rucksackreise nach Guatemala wirklich besonders machen.
Starten wir direkt mit Antigua, der unglaublich schönen Kolonialstadt mit ihren Pflasterstraßen, historischen Straßenbögen, bunten Häusern, dem aktiven Markt (mit unglaublich günstigem Obst & Gemüse) sowie enorm vielen Restaurants & Bars, sodass Ihr hier perfekt tagsüber und auch am Abend schlendern könnt. Hinzu kommt die dramatische landschaftliche Untermalung, denn besonders der fotogene Agua-Vulkan in nächster Nähe bietet tolle Fotomotive sowie einen spannenden Kontrast. Das komplette Zentrum von Antigua ist fußläufig zu erkunden. Generell ist Antigua sehr klein und überschaubar, aber eben wunderschön – mit Abstand die schönste Stadt in Zentralamerika. Viele tolle Hostels sowie ein moderates Preisniveau machen das Backpacking in Guatemala hier extrem leicht, auch für Anfänger.
Mein Tipp (Christian vom Reiseblog My Travelworld): Kommt Ihr in Guatemala-Stadt mit dem Flugzeug an, könnt Ihr Euch direkt ein Uber oder Transfer nach Antigua buchen. Je nach Verkehr ist es nur eine knappe Stunde vom Flughafen bis nach Antigua und es gibt eigentlich keinen Grund, in Guatemala-Stadt zu bleiben
Zwei weitere Vulkane, die sich neben dem Agua in Seh-Entfernung zu Antigua befinden, sind der Acatenango- und der Fuego-Vulkan. Oft wird bei den Sehenswürdigkeiten von Guatemala nur vom Acatenango gesprochen, doch der eigentliche Wahnsinn ist der Fuego.
Um was geht es hier: die Wanderung auf den Acatenango-Vulkan ist eine der beliebtesten Touren in Guatemala und definitiv kein Geheimtipp. Doch was Euch oben erwartet, ist nicht von dieser Welt. Der Acatenango an sich ist recht langweilig, doch Ihr habt von diesem Vulkan aus einen Blick auf den Fuego-Vulkan, der im Schnitt aller 2-5 Minuten (!) ausbricht – und das oft donnernd, mit Lava und pyroklastischen Strömen. Doch Ihr habt nicht nur irgendeinen Blick, sondern seid bis auf 2 Kilometer (!) an diesem Natur-Schauspiel dran, denn der Acatenango- und Fuego-Vulkan sind über einen Bergsattel miteinander verbunden. In der Regel übernachtet Ihr oben auf dem Acatenango (kurz unterhalb des Gipfels) und könnt so dem Spektakel auch bei Nacht beiwohnen. Bereitet Euch auf eine unruhige Nacht vor, denn die Eruptionen des Fuego-Vulkans sind teils so stark, dass Ihr davon wach werdet. Einfach ein Wahnsinn und das Highlight schlechthin für jede Guatemala-Reise
Meine persönliche Meinung (Christian vom Reiseblog My Travelworld): Für mich ist dieses Erlebnis nach über 100 bereisten Ländern nach wie vor eine der Top 5-Sehenswürdigkeiten weltweit, welches meines Erachtens auch als Natur-Weltwunder eingestuft werden kann. Absolut atemberaubend.
Und noch ein Highlight gibt es in dieser Gegend, nur rund 2-3 Stunden Fahrt von Antigua entfernt – den Atitlan-See. Die Faszination hier liegt vor allem in seiner Höhenlage von mehr als 1500 Metern sowie den drei wirklich majestätischen Vulkanen (Tolimán, Atitlán und San Pedro), die ihn umgeben und die stets einen wirklich dramatischen Blick über den See zaubern. Hinzu kommen die knapp ein dutzend Dörfer, von denen viele sehr unterschiedliche Eigenschaften haben und somit für unterschiedliche Reise-Typen geeignet sind. So ist San Pedro beispielsweise gut für Party-Backpacker geeignet, während San Marcos eher auf Yoga und Entspannung fokussiert ist.
Aufgrund seiner zahlreichen Aktivitäten (Vulkantouren, kleinere Wanderungen, Yoga, Wassersport, Kultur, Dorferkundungen, Workshops für traditionelles Handwerk und mehr) bietet der Atitlan-See neben seiner landschaftlichen Komponente für Jedermann etwas und ist daher eines der Top-Highlights in Guatemala.
Christians Tipp: Um die Faszination des Atitlan-Sees zu erleben, empfehle ich mindestens 4 Tage, die Ihr auf 2x2 Nächte an zwei verschiedenen Orten aufteilen könnt. Panajachel ist der logistische Ausgangspunkt für die An- und Weiterreise.
Geht es um die einzigartigsten Sehenswürdigkeiten in Guatemala, darf natürlich auch Tikal nicht fehlen. Denn nicht nur in Mexiko gibt es Maya-Ruinen, sondern auch in Guatemala. Tikal war eine der bedeutendsten Städte der Maya und ist zudem sehr gut erforscht, was sie bei allem Backpacking-Spaß auch historisch interessant und zu einem der wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten in Zentralamerika macht.
Tikal befindet sich im Norden von Guatemala und somit nicht ganz auf dem typischen Backpacking-Trail durch Guatemala, da es von Antigua oder Atitlan um die 12 Stunden Fahrt entfernt ist. Allerdings, kombiniert Ihr wie oben beschrieben Guatemala mit Mexiko oder Belize, ist Tikal – eine reichliche Stunde von der Kleinstadt Flores entfernt – eine ideale Station auf dem Weg, denn von Flores sind die beiden Grenzübergänge schließlich nicht mehr weit.
Christians Tipp: Bucht Euch für Tikal eine geführte Tour ab/bis Flores, auch wenn Ihr sonst in der Regel keine Ausflüge bucht. Es macht einfach mehr Sinn, denn die Touren sind enorm preiswert und die Anreise von Flora nach Tikal auf eigene Faust umständlich und nicht günstiger. Zudem lernt Ihr durch den Guide auch etwas über die Geschichte von Tikal
Und wenn Ihr euch schon auf dem Weg nach Flores/Tikal begebt, könnt Ihr in Semuc Champey auch noch einen Stopp einlegen. Es befindet sich – mit kleinem Umweg – auf rund halber Strecke zwischen dem Atitlan-See und Flores und ist ein einzigartiges Natur-Erlebnis. Türkisblaue Pools mitten im tropischen Dschungel, spektakuläre Aussichten und eine einzigartige Höhlentour, bei der Ihr nur mit einer Kerze (!) bewaffnet durch mit Wasser geflutete Höhlen navigiert und Euch durch Höhlenkammern treiben lasst – ein einzigartiges Backpacking-Erlebnis in Guatemala.
Meine Erfahrung (Christian von My Travelworld): die Anreise nach Semuc Champey ist relativ langwierig. Bleibt deswegen mindestens 2 Nächte und nehmt die Reise nur auf Euch, wenn Ihr eine ausführliche Guatemala-Reise von mindestens 3 Wochen plant.
Christian ist bereits 2011 in der Welt unterwegs und hat in den letzten 15 Jahren insgesamt 9 Jahre in der Karibik gelebt und ist nun seit 4.5 Jahren komplett als Digitaler Nomade auf Reisen. Mittlerweile sind über 100 bereiste Länder zusammengekommen, zu denen er regelmäßig auf seinem Reiseblog My Travelworld berichtet und dort auch professionelle Reiseberatung anbietet. Damit gehört Christian zu den etabliertesten und „berufs“ältesten deutschen Reisebloggern.
Fotos: © Backpacking in Guatemala, Reiseblog My Travelworld
