Backpacking in Costa Rica

Backpacking in Costa Rica. Hier alle Tipps und Tricks für die nächste Reise. Häufige Frage und Antworten zu Anreise, Einreise, Hostels, Unterkünfte, Reiserouten und Sehenswürdigkeiten

Spektakuläre Nationalparks, höchste Abwechslung, spannende Tierbeobachtung und Wildlife-Optionen sowie viele coole Beach Towns zwischendurch; und das alles kombiniert mit ganzjährig tropischen Temperaturen, einzigartigen Eco-Hostels und Glamping-Optionen im günstigen Preissegment sowie ein insgesamt faires Preisniveau – Costa Rica eignet sich perfekt für Backpacker, die Zentralamerika intensiv erkunden wollen. Trotz etwas höherer Kosten als in Nicaragua oder Guatemala bekommt Ihr hier für Euer Geld unvergessliche Erlebnisse im Regenwald, an Vulkanen und an Traumstränden sowie einige der wirklich einzigartigsten Unterkünfte, die weltweit ihresgleichen suchen.

Damit Ihr die besten Highlights & Geheimtipps nicht verpasst, habe ich Euch nach mehreren Reisen ins Land die wichtigsten Informationen und Reisetipps für Costa Rica zusammengestellt.

Anreise und Einreise nach Costa Rica – easy und flexibel

  • Ein Grund, warum Costa Rica bei vielen Backpackern hoch im Kurs steht, sind die guten Flugverbindungen. Direktflüge aus Europa gibt es aktuell ab Frankfurt mit Lufthansa nach San José oder ab Zürich mit Edelweiss Air – bei guten Angeboten oft schon ab 600–800 € hin und zurück. Günstiger können Umsteigeflüge über Madrid, Paris oder Amsterdam sein. Flüge über die USA solltet Ihr aufgrund der verbindlichen Einreise mit ESTA sowie der langen Flugzeiten eher vermeiden. Die Flugverbindungen sind also deutlich besser als beispielsweise nach Guatemala, El Salvador oder Nicaragua.
  • Kommt Ihr aus Nicaragua oder Panama, nutzt Ihr die Landgrenzen, die relativ einfach und problemlos sind – zumal es jeweils nur 2 Haupt-Grenzübergänge gibt. Von Nicaragua aus geht es im Wesentlichen über Peñas Blancas nach Costa Rica (alternativ auch über Las Tablillas), von Panama über Paso Canoas (Pazifikküste) oder Sixaola (Karibikküste). Shuttles mit anderen Reisenden sind hier relativ gut organisiert, alternativ könnt Ihr auch auf eigene Faust über die Grenze. 
  • Egal ob per Flug oder Landweg: EU-Bürger brauchen in Costa Rica kein Visum für 90 Tage. Wichtig ist nur ein gültiges Rück- oder Weiterflugticket, was in Costa Rica verhältnismäßig oft kontrolliert wird. Auch eine bestätigte Hotelbuchung wird manchmal verlangt. Prüft vorab aber immer die aktuellen Infos auf den Seiten des Auswärtigen Amtes – Regeln können sich mit der Zeit ändern.

Welche Highlight-Unterkünfte für Backpacker sind besonders beliebt? Welche zu empfehlen?

Costa Rica ist ein El Dorado für Backpacker, vor allem auf der Angebotsseite. Das heißt: Ihr findet hier wirklich alles, von einfachen Hostels über spannende (und bezahlbare) Eco-Lodges bis hin zu coolen Glamping-Spots. Oft gibt es hier günstige Angebote, sodass Ihr diese tollen Optionen auch nutzen könnt – insofern Ihr nicht das ultra-schmale Backpacking-Budget habt und nur von unter 20 Euro am Tag leben wollt. In diesem Fall wären die günstigeren Backpacking-Destinationen wie Guatemala, Nicaragua oder Kolumbien bessere Optionen für Euch. 

Damit Ihr Eure Costa Rica-Reise besser planen könnt, habe ich Euch hier mal die wirklich einzigartigsten Hostel- und Glamping-Optionen für ein niedriges Reisebudget zusammengestellt:

La Bolita Rainforest Hostel, Osa-Halbinsel (nahe Corcovado):

La Bolita Rainforest Hostel, Osa-Halbinsel (nahe Corcovado): Das einzigartigste Hostel, was sich selbst nach Jahren noch in unserer Top-Liste befindet – ein absolutes Must-Visit für alle Backpacker in Costa Rica. Mitten im Dschungel gelegen und nur per 30-minütiger Wanderung erreichbar, wartet hier ein einzigartiges Natur-Erlebnis mit eigenem Trail-Netz, Selbstversorgerküche und spannenden Naturbegegnungen auf Euch – purer Abenteuer- und Eco-Vibe.

Cascada Verde Hostel, Uvita

Cascada Verde Hostel, Uvita: Dschungel pur mit Ausblick auf Tukane, Affen und das Meer. Nur 5 Gehminuten zum nahe gelegenen Wasserfall (Catarata Uvita), rustikal-gemütlich mit Gemeinschaftsterrassen und offenen Räumen.

Pulpo Safari Lodge, Ojochal (nahe Uvita):

Pulpo Safari Lodge, Ojochal (nahe Uvita): Erschwingliches Glamping in modernen Zelten ab ca. 20 € pro Person. Mitten im Wald, Vogelbeobachtung quasi direkt vom Bett, Wanderwege zum Wasserfall – und super freundliche Besitzer. Ein ziemlich günstiges Glamping, denn gerade derartige Optionen werden in Costa Rica auch gerne als „eco-chic“ zum doppelten oder dreifachen Preis verkauft. 

Corcovado Adventures (im Corcovado National Park)

Corcovado Adventures (im Corcovado National Park): Dschungel und Strand und das direkt am Nationalpark, ohne Straßenanschluss (nur mit Boot erreichbar), zudem mit Tukans, Aras, Faultieren und weiteren Tieren direkt an und um die Lodge – und das alles für teils weniger als 10 Euro (je nach Saison) pro Nacht. Auch hier kommt man beim Backpacking in Costa Rica voll auf seine Kosten. 

Reiserouten Costa Rica. Welche sind beliebt?

Diese Highlight-Unterkünfte solltet Ihr also unbedingt auf Eure To-Do-Liste setzen, doch wie könnt Ihr diese am besten in eine Route einbauen? Hier die besten und beliebtesten Reiserouten in Costa Rica:

 

Wer sich die Karte von Costa Rica näher anschaut, sieht schnell, dass sich das Leben im Prinzip auf 3 Bereiche aufteilt: die lange Pazifikküste, die deutlich kürzere Atlantikküste sowie San José als Hauptstadt im Zentrum. An sich bietet sich die Aufteilung für schöne Rundreisen an, doch es gibt ein kleines „Problem“ in Costa Rica: die meisten Verbindungsstraßen zwischen Karibik und Pazifik führen über San José, sodass man hier ggf. mehr als einmal durchmuss.

 

Für kürzere Costa Rica-Reisen bietet sich daher ein Fokus auf nur eine Küste an, wer mindestens drei Wochen vor Ort ist, kann natürlich auch Pazifik und Karibik bereisen. 

San José ist der einzige internationale Flughafen in Costa Rica, sodass Euer Backpacking-Trip auf jeden Fall dort startet – es sei denn, Ihr reist aus einem Nachbarland nach Costa Rica ein.

 

Für einen besseren Überblick habe ich Euch hier verschiedene Reiserouten zusammengestellt:

 

Kürzere Costa Rica-Rundreise (ca. 2 Wochen): 

San José → La Fortuna/Arenal → Tenorio/Rio Celeste → Nicoya-Halbinsel (Nosara/Santa Teresa) → Manuel Antonio → Uvita → San José 

Längere Costa Rica-Rundreise (ca. 3 Wochen und mehr): 

wie oben, zusätzlich noch mit Corcovado National Park nach Uvita sowie mit Tortuguero National Park und/oder Karibikküste am Anfang oder am Ende der Reise

 

Kombination Backpacking Panama + Costa Rica (kurze Version, 2 bis 3 Wochen): 

San José → Manuel Antonio → Uvita → Corcovado National Park → Paso Canoas Grenzübergang → Boquete → Bocas del Toro → Sixaola Grenzübergang → Puerto Viejo/Cahuita (Karibikküste) → San José

 

Kombination Panama + Costa Rica (lange Version, 4 Wochen und mehr): 

San José → La Fortuna/Arenal → Tenorio/Rio Celeste → Nicoya-Halbinsel (Nosara/Santa Teresa) → Manuel Antonio → Uvita → Corcovado National Park → Paso Canoas Grenzübergang → Boquete → Boca Brava → Bocas del Toro → Sixaola Grenzübergang → Puerto Viejo/Cahuita (Karibikküste) → Tortuguero National Park → San José

 

Kombination Costa Rica + Nicaragua (kurze Version, 2 bis 3 Wochen): 

San José → Nicoya-Halbinsel (Nosara/Santa Teresa) → Grenzübergang Penas Blancas → San Juan del Sur → Granada → Ometepe-Insel → Grenzübergang Penas Blancas → Tenorio/Rio Celeste → La Fortuna/Arenal → San José

 

Von Nicaragua via Costa Rica nach Panama (entlang der Pazifikküste): 

Managua → León → Granada → Ometepe-Insel → Grenzübergang Penas Blancas → Liberia → Manual Antonio National Park → Uvita → Corcovado National Park → Grenzübergang Paso Canoas → Boquete → Santa Catalina → El Anton → ggf. San Blas Inseln → Panama-Stadt

 

Von Nicaragua via Costa Rica nach Panama (entlang der Karibikküste): 

Managua → León → Granada → Ometepe-Insel → Grenzübergang Penas Blancas → Liberia → Tenorio/Rio Celeste → La Fortuna/Arenal → San José → Turrialba → Puerto Viejo/Cahuita (Karibikküste) → Sixaola Grenzübergang → Bocas del Toro → Boquete→ Santa Catalina → El Anton → ggf. San Blas Inseln → Panama-Stadt

 

FAZIT: Auf meinen insgesamt 3 Costa Rica-Reisen (+ mehrere Aufenthalte in Nicaragua und Panama) habe ich schon mehrere genau dieser Routen „abgereist“. Schaut also gerne auf dem Blog vorbei oder sendet mir eine Nachricht, wenn Ihr konkrete Fragen habt.

Fortbewegung

  • Costa Rica ist verkehrsmäßig relativ gut erschlossen, wenngleich es mit dem Bus manchmal arg langsam und umständlich sein kann – dafür ist er auch enorm günstig. 
  • Shuttles sind komfortabler und manchmal nur ein wenig teurer und sind eine gute Option, wenn man zwischen zwei touristischen Zentren reisen möchte, die nicht mit einem Direktbus angebunden sind. Klassisches Beispiel: von La Fortuna bzw. Monteverde nach Manuel Antonio müsste man dreimal umsteigen – mit einem Shuttle geht es wesentlich schneller und direkter.
  • Alternativ ist Costa Rica ein klassisches Land für Mietwagen. Dies bietet sich vor allem an, wenn Ihr mit Freunden zusammenreist. So könnt Ihr Euch Mietwagen- und Spritkosten teilen und somit dennoch Euer Backpacking-Budget einhalten. Der große Vorteil daran ist, dass Ihr dann auch die abgelegenen Sehenswürdigkeiten erkunden könnt, die nicht auf jeder Touristenkarte stehen – und somit wiederum Eintrittsgebühren spart.

Sehenswürdigkeiten in Costa Rica: meine 5 Top-Tipps für Backpacker

Wer als Backpacker Costa Rica bereisen möchte, sollte nicht blind jeder Empfehlung folgen. Leider sind besonders die populären Ecken im Land mittlerweile stark überlaufen – und teils auch teuer. Wasserfälle zum Beispiel (und zum Teil auch Wanderungen) kosten oft Eintritt – und das nicht zu knapp. Deswegen sollte man sich immer fragen, inwiefern man eine Sache wirklich sehen möchte oder ob man dort nur hin möchte, weil alle anderen hinwollen. 

Um genau diese Orte zu meiden habe ich Euch hier die 5 Top-Reiseziele für Backpacker in Costa Rica zusammengestellt. Einige davon zählen noch als echter Geheimtipp – eine Seltenheit im durchaus touristischen Costa Rica:

La Bolita Rainforest Hostel:

La Bolita Rainforest Hostel: Wie oben schon erwähnt ein einzigartiges Erlebnis. Ein Must-Do für jeden echten Rucksackreisenden, der die Nähe zur Natur liebt.

Rio Celeste National Park:

Rio Celeste National Park: Ohne Mietwagen nicht ganz einfach hinzukommen, aber es lohnt sich absolut. Der Rio Celeste ist einer der schönsten Nationalparks in Costa Rica, die Farben sind teils unwirklich grün und türkisblau.

Santa Teresa:

Santa Teresa: Ein gemütlicher Strandort auf der Nicoya-Halbinsel mit genau jenem Surf- und Yoga-Vibe, den viele junge Reisende so lieben.

Turrialba:

Turrialba: Ein Geheimtipp in Costa Rica, wo das Leben noch authentisch ist und Wasserfälle teils kostenlos erkundet werden können. Hinzu kommt die spannende und eher unbekannte Ausgrabungsstätte Guayabo, die einen Besuch wert ist

Casados:

Casados: Kein Ort, sondern ein Essen – im Prinzip das Nationalgericht. Wenn ich etwas mit Costa Rica verbinde, dann das Casado – eine stets unterschiedlich zubereitete Form des Mittagesessen, die Euer Reisebudget schont, denn oft ist es die günstigste Option am Tag; und dazu noch die Leckerste und Authentischste. Abends solltet Ihr dann auf Selbstversorgung setzen, wenn Ihr während Euer Costa Rica-Reise Euer Backpacking-Budget nicht überstrapazieren wollt.

Über den Autor

Christian ist bereits 2011 in der Welt unterwegs und hat in den letzten 15 Jahren insgesamt 9 Jahre in der Karibik gelebt und ist nun seit 4.5 Jahren komplett als Digitaler Nomade auf Reisen. Mittlerweile sind über 100 bereiste Länder zusammengekommen, zu denen er regelmäßig auf seinem Reiseblog My Travelworld berichtet und dort auch professionelle Reiseberatung anbietet. Damit gehört Christian zu den etabliertesten und „berufs“ältesten deutschen Reisebloggern.

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Impressionen Costa Rica

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: ©  Backpacking in Costa Rica, Reiseblog My Travelworld